Bedeutung & Erklärung
Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein staatlichgefördertes, strukturiertes Energiekonzept für Wohngebäude, das konkrete, priorisierte Modernisierungsschritte inklusive Förderlogik und Wirtschaftlichkeitsbewertung festlegt.
Der individuelle Sanierungsfahrplan, kurz iSFP, ist ein professionell erstelltes Beratungsdokument für Wohngebäude. Er zeigt strukturiert auf, wie ein Gebäude oder ein Wohnungsbestand schrittweise energetisch modernisiert werden kann.
Im Unterschied zu einem Energieausweis enthält der iSFP keine pauschalen Empfehlungen, sondern konkrete Maßnahmenpakete. Diese sind aufden baulichen Zustand, die Nutzung und die strategischen Ziele der Eigentümer abgestimmt. Der Plan definiert eine sinnvolle Reihenfolge, bewertet Einsparpotenziale und integriert die passende Förderstrategie.
Für professionelle Akteure in der Wohnungswirtschaft erfüllt der iSFP drei Funktionen:
Mehrere Gebäude lassen sich priorisieren. Objekte mit hohem Handlungsbedarf werden sichtbar, Investitionen werden planbar.
Der iSFP ist Voraussetzung für den sogenannten iSFP-Bonus. Bei Umsetzung definierter Maßnahmen innerhalb von 15 Jahren erhöht sich die Förderung um 5 %-Punkte.
ESG-Anforderungen, Klimaziele und regulatorischer Druck nehmen zu. Der iSFP schafft Transparenz darüber, wo ein Gebäude energetisch steht und welche Schritte wirtschaftlich sinnvoll sind.
Dokumentiert den energetischen Zustand eines Gebäudes, enthält jedoch keine priorisierte Maßnahmenstrategie.
Kann Empfehlungen enthalten, ist aber nicht zwingend modular aufgebaut und nicht automatisch mit dem iSFP-Bonus verknüpft.
Eigenständiges BAFA-Fördermodul für Büro-, Verwaltungs- oder Gewerbeimmobilien. Funktional vergleichbar, jedoch rechtlich und methodisch vom iSFP getrennt.
Wichtig: Der iSFP ist ausschließlich für Wohngebäude vorgesehen. Für Nichtwohngebäude greifen andere Programme.